Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

7. Mai 2019

Allgemein
Altenholzer Personalrat zu Gesprächen in Berlin

07.05.2019

Fra­gen rund um Arbeit im digi­ta­len Wan­del stan­den im Zen­trum der Betriebs- und Per­so­nal­rä­te­kon­fe­renz der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on am 6. Mai. Hier­für hat die SPD Betriebs- und Per­so­nal­rä­te aus der gan­zen Bun­des­re­pu­blik in Ber­lin in Emp­fang genom­men. Aus Alten­holz folg­te der Per­so­nal­rat Hel­ge Cars­ten­sen von der Fir­ma Data­port mei­ner Ein­la­dung.

Die Digi­ta­li­sie­rung ver­än­dert die Arbeits­welt in rasan­tem Tem­po. Wir Sozi­al­de­mo­kra­ten wol­len den Wan­del der Arbeit sozi­al gerecht gestal­ten, damit alle Beschäf­tig­ten am Fort­schritt teil­ha­ben. Die Digi­ta­li­sie­rung brin­ge neue Geschäfts­mo­del­le, neue Unter­neh­mens­stra­te­gi­en und neue For­men der Orga­ni­sa­ti­on von Arbeit mit sich. Beson­ders in Dienst­leis­tungs­bran­chen wür­den Takt und Umfang von Arbeit zuneh­mend vom tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt bestimmt. Wenn in die­sen Struk­tu­ren das Arbeits­recht und die betrieb­li­che Mit­be­stim­mung nicht mehr aus­rei­chend grei­fen, ent­ste­hen Schutz­lü­cken für Erwerbs­tä­ti­ge, denen wir gemein­sam begeg­nen müs­sen. Außer­dem haben Per­so­nal- und Betriebs­rä­te ein­drucks­voll bewie­sen, dass sie Garan­ten für die Ein­hal­tung der Tarif­ver­trä­ge, Arbeit­neh­mer­rech­te und Arbeit­neh­mer­schutz­ge­set­ze sind. Aus die­sem Grund war der heu­ti­ge Aus­tausch essen­ti­ell, um zusam­men zu dis­ku­tie­ren, wie ver­hin­dert wer­den kön­ne, dass das Arbeits­recht durch neue Unter­neh­mens­for­men aus­ge­höhlt wer­de und Beschäf­tig­te Opfer von Lohn­dum­ping, Aus­beu­tung und man­geln­der Mit­be­stim­mung wür­den.

Auf der Kon­fe­renz wur­de bespro­chen, wie die Zukunft der soge­nann­ten Arbeit 4.0 zu gestal­ten sei. Den Auf­takt gab der Vor­sit­zen­de des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des, Rei­ner Hoff­mann, der über poten­zi­el­le Zukunfts­sze­na­ri­en infor­mier­te und dar­leg­te, wie die Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung genutzt und zugleich die Risi­ken begrenzt wer­den kön­nen. Außer­dem ver­tre­ten waren die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Andrea Nah­les, und der Bun­des­mi­nis­ter für Arbeit und Sozia­les, Huber­tus Heil.

Mich freut vor allem, dass wir auch unse­re Gäs­te in die Debat­ten ein­be­zie­hen konn­ten: Im Rah­men eines leben­di­gen Podi­ums­ge­sprächs mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on konn­ten wir als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te dezi­diert von den Erfah­run­gen der ange­reis­ten Per­so­nal- und Betriebs­rä­te pro­fi­tie­ren. Die­ser Wis­sens­trans­fer ist für eine nach­hal­tig sozia­le Gestal­tung der Arbeits­welt unent­behr­lich. Dass Hel­ge Cars­ten­sen von Data­port an der 26. Betriebs­rä­te­kon­fe­renz der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on teil­nahm, war zudem eine gro­ße Berei­che­rung. Nur im regen Aus­tausch mit den Beschäf­tig­ten kön­nen wir die Digi­ta­li­sie­rung der Arbeits­welt fair und ver­ant­wor­tungs­be­wusst gestal­ten. Die­sen Aus­tausch pfle­ge ich selbst­ver­ständ­lich auch vor Ort in mei­nem Wahl­kreis.

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