Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

25. November 2018

Allgemein/Unterwegs im Wahlkreis
Radverkehr verbessern – Die Auswertung

„Wie kann der Rad­ver­kehr ver­bes­sert wer­den?“, das woll­te ich gemein­sam mit der SPD-Rats­frak­ti­on von den Kie­le­rin­nen und Kie­lern erfah­ren, frei nach dem Mot­to: „Hau in die Tas­ten, tritt ins Pedal!“.  Wie stark der Wunsch bei vie­len Men­schen nach einem siche­re­ren Rad­ver­kehr ist, zeigt die rege Betei­li­gung. Inner­halb kür­zes­ter Zeit sind mehr als 100 Vor­schlä­ge ein­ge­gan­gen, alle nach­zu­le­sen unter radverkehr-verbessern.de.

Die Anre­gun­gen rei­chen dabei von kon­kre­ten Aus­bes­se­rungs­wün­schen der Fahr­bahn­de­cke über gro­ße Wün­sche, wie ein neu­es Fahr­rad­kon­zept für die Innen­stadt, bis zu Ide­en für eine fahr­rad­ge­rech­te Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung. Ins­ge­samt fällt auf: Vie­le Men­schen wün­schen sich einen ruhi­ge­ren Ver­kehr mit mehr Tem­po-30-Zonen, ver­stärk­ten Kon­trol­len von Falsch­par­kern, aber auch einer höhe­ren gegen­sei­ti­gen Rück­sicht­nah­me.

Die wich­tigs­ten Ergeb­nis­se der Umfra­ge habe ich am 15. Novem­ber zusam­men mit Ulrich Syberg, Bun­des­vor­sit­zen­der des All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad­clubs (ADFC) sowie Max Dre­ge­lies Vor­sit­zen­der des Kie­ler Fahr­rad­fo­rums, vor­ge­stellt. Toll, dass mehr als 60 Kie­le­rin­nen und Kie­ler dabei waren und mit­dis­ku­tiert haben!

Die Bestands­auf­nah­me der größ­ten Pro­ble­me ist natür­lich nur der ers­te Schritt, jetzt geht die Arbeit rich­tig los. Ich bin Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­tags. Im Koali­ti­ons­ver­trag haben wir fest­ge­legt, dass wir die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung fahr­rad­freund­lich refor­mie­ren wer­den. Hier­für wer­de ich, auch auf Grund­la­ge der vie­len Hin­wei­se, Vor­schlä­ge erar­bei­ten. Bei­spiels­wei­se möch­te ich mich dafür ein­set­zen, dass die Kom­mu­nen mehr Spiel­raum bekom­men, Fahr­rad­stra­ßen ein­zu­rich­ten, da macht die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung  zu enge Vor­ga­ben. Auch die Idee eines grü­nen Pfeils für rechts­ab­bie­gen­de Rad­fah­rer hal­te ich für sinn­voll.

Eine Zusam­men­ar­beit mit den Kie­ler Kommunalpolitiker*innen ist mir sehr wich­tig, genau wie eine Betei­li­gung der vie­len Radfahrer*innen, die jeden Tag an den unter­schied­lichs­ten Ecken Kiels unter­wegs sind. Alle Vor­schlä­ge, die die Kom­mu­nal­po­li­tik betref­fen, wer­de ich an die rich­ti­gen Stel­len wei­ter­ge­ben. Ins­be­son­de­re wer­den kon­kre­te Pro­ble­me den zustän­di­gen Orts­bei­rä­ten mit­ge­teilt. Hier müs­sen die Bedürf­nis­se der Rad­fah­rer genau­so Gehör fin­den wie die Inter­es­sen der Men­schen, die mit dem Auto unter­wegs sind und die der Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger.

Wer auf dem Lau­fen­den gehal­ten wer­den möch­te, über Fort­schrit­te in der Kom­mu­nal­po­li­tik, aber auch über mei­ne Arbeit für den Rad­ver­kehr in Ber­lin, kann eine Email an mathias.stein.wk@bundestags.demit dem Betreff „Rad­ver­kehr-News­let­ter“ schrei­ben.

Ins­ge­samt bin ich über­zeugt: Der Ver­kehr in der Stadt muss so gestal­tet sein, dass das Fahr­rad für viel mehr Men­schen eine ech­te Alter­na­ti­ve zum Auto ist. Es darf nicht sein, dass nur aben­teu­er­li­che Men­schen Rad fah­ren. Der Vor­sit­zen­de des Kie­ler Fahr­rad­fo­rums Max Dre­ge­lies (SPD) erklärt dazu: „Wir sind in Kiel schon auf einem guten Weg. Trotz­dem müs­sen wir unse­re Stadt- und Ver­kehrs­pla­nung auf den Kopf stel­len. Der Fokus muss auf dem Fuß- und Rad­ver­kehr sowie dem Bus­netz lie­gen, Autos dür­fen kei­nen Vor­rang mehr haben.“ Wenn mehr Men­schen Fahr­rad fah­ren, ist das gut alle Ver­kehrs­teil­neh­mer. Von weni­ger Autos in der Stadt pro­fi­tie­ren letzt­lich auch die, die aus beruf­li­chen oder pri­va­ten Grün­den wei­ter­hin auf das eige­ne Auto ange­wie­sen sind.

Wenn auch Ihnen das The­ma Rad­ver­kehr wich­tig ist, brin­gen Sie sich ein! Vor­schlä­ge neh­me ich nach wie vor ent­ge­gen, mel­den Sie kaput­te Rad­we­ge der Stadt und wen­den Sie sich mit Ide­en auch immer an den zustän­di­gen Orts­bei­rat. Gemein­sam kön­nen wir viel errei­chen, um Kiel noch lebens­wer­ter zu machen!

 

 

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