Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

10. Oktober 2018

Allgemein/Nord-Ostsee-Kanal/Pressemitteilungen/Termine im Bundestag und in Berlin
Pressestatement: NOK muss Chefsache werden!

10.10.2018

Zu den heu­ti­gen Berich­ten über Kos­ten­stei­ge­run­gen und Zeit­ver­zö­ge­run­gen am Nord-Ost­see-Kanal sage ich als Kie­ler SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und als für den NOK im Ver­kehrs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges zustän­di­ger Bericht­erstat­ter:

Der Bun­des­rech­nungs­hof erhebt schwer­wie­gen­de Vor­wür­fe: Dem­nach kann das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um nicht mit Sicher­heit sagen, wie hoch die Aus­ga­ben für die 5. Schleu­sen­kam­mer in Bruns­büt­tel stei­gen. Eben­so wenig scheint das BMVI eine belast­ba­re Aus­sa­ge zur Zeit­ver­zö­ge­rung geben zu kön­nen. Das ist inak­zep­ta­bel. Wir reden hier über die meist­be­fah­re­ne künst­li­che Was­ser­stra­ße der Welt. Der NOK garan­tiert als nord­deut­sche Ver­kehrs­schlag­ader tau­sen­de Arbeits­plät­ze. Damit das so bleibt, muss der Jahr­zehn­te lang auf­ge­bau­te Sanie­rungs­stau nicht nur in Bruns­büt­tel son­dern ent­lang des gesam­ten Kanals abge­baut wer­den. Ver­zö­ge­run­gen und Kos­ten­ex­plo­sio­nen auf­grund von Miss­ma­nage­ment kön­nen wir uns des­we­gen nicht leis­ten. Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er muss den Nord-Ost­see-Kanal ab sofort zur Chef­sa­che machen.

Mit Blick auf den kürz­lich vor­ge­leg­ten Ent­wurf für ein Pla­nungs­be­schleu­ni­gungs­ge­setz zeigt der BRH-Bericht, dass die eigent­li­chen Zeit­fres­ser bei gro­ßen Infra­struk­tur­vor­ha­ben eben nicht zu viel Bür­ger­be­tei­li­gung oder zu stren­ge Umwelt­auf­la­gen sind. Ver­ga­be­ver­fah­ren- und anschlie­ßen­de Strei­tig­kei­ten, zu wenig Per­so­nal und erheb­li­che Schwä­chen bei der Pro­jekt­steue­rung kos­ten oft meh­re­re Jah­re.

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