Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

28. November 2018

Allgemein/Termine im Bundestag und in Berlin
Praktikum im Bundestagsbüro — ein Bericht meiner Praktikantin Nina Dietz

Der Deut­sche Bun­des­tag wird im poli­ti­schen Sys­tem Deutsch­lands von den Staats­bür­gern direkt gewählt und den­noch erschei­nen die Auf­ga­ben­be­rei­che des Ver­fas­sungs­or­gans oft abs­trakt. Außen­ste­hen­den kos­tet es Mühe, die Tätig­kei­ten der Abge­ord­ne­ten nach­zu­voll­zie­hen und ein­zu­ord­nen. Gerüch­te kur­sie­ren über mut­maß­lich fau­le und indif­fe­ren­te Poli­ti­ker, die ihre Zie­le nicht durch­brin­gen und ihren Bür­gern einen Bären auf­bin­den. Als Stu­die­ren­de der Poli­tik­wis­sen­schaf­ten an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin fiel es mir oft schwer, etwai­gen Mei­nungs­bil­dern ent­ge­gen­zu­wir­ken, da ich selbst nie hin­ter die Kulis­sen des Bun­des­tags geschaut hat­te. Dies woll­te ich ändern und so bewarb ich mich bei dem Abge­ord­ne­ten für Kiel, Alten­holz und Kronsha­gen, Mathi­as Stein. Im Okto­ber 2018 war es soweit und ich war vier Wochen lang im Büro von Mathi­as Stein in Ber­lin.

Da ich in Kiel auf­ge­wach­sen und zur Schu­le gegan­gen bin, waren nicht nur bun­des­po­li­ti­sche, son­dern auch regio­nal­po­li­ti­sche The­men von Inter­es­se für mich und ich lern­te den Spa­gat zwi­schen bei­den Fel­dern, den Mathi­as Stein täg­lich macht, ken­nen. Aus die­sem Grund war er selbst auch nur zwei mei­ner vier Prak­ti­kums­wo­chen – den Sit­zungs­wo­chen – vor Ort in Ber­lin.
Ich hat­te jeweils eine Woche Prak­ti­kums­zeit vor und nach den bei­den Sit­zungs­wo­chen und habe die­se Ein­tei­lung als sehr vor­teil­haft emp­fun­den. So bekam ich die Gele­gen­heit, erst ein­mal einen Ein­druck von der Arbeit der wis­sen­schaft­li­chen Mitarbeiter*innen im Ber­li­ner Büro zu erhal­ten, die den Abge­ord­ne­ten in Form orga­ni­sa­to­ri­scher und infor­ma­ti­ver Arbeit auf sei­ne Tätig­kei­ten vor­be­rei­ten. Noch bevor ich Mathi­as Stein ken­nen lern­te, bekam ich eine umfang­rei­che Idee von sei­nen poli­ti­schen Posi­tio­nen, Auf­ga­ben und anste­hen­den Ter­mi­nen wäh­rend der Sit­zungs­wo­chen.

Die bei­den Mit­ar­bei­ter, mit denen ich täg­lich gemein­sam arbei­ten konn­te, Nadi­ne Brock­mann und Magnus Bün­ning, unter­stüt­zen Mathi­as Stein in jedem Aspekt sei­ner poli­ti­schen Arbeit, den­ken sich in ihn hin­ein und arbei­ten gewis­sen­haft und enga­giert. Mir hat das mei­nen Ein­stieg ins Prak­ti­kum sehr erleich­tert, da bei­de eine Sorg­sam­keit und Mühe ver­mit­teln, von der ich sehr pro­fi­tie­ren konn­te und kei­ne Fra­ge unbe­spro­chen blieb. Ich durf­te sehr schnell Teil des Teams wer­den und aktiv mit­ge­stal­ten und über­le­gen. Ich berei­te­te Dis­kus­si­ons­run­den inhalt­lich vor, setz­te mich mit Bür­ger­brie­fen und -anfra­gen aus­ein­an­der, schrieb Pres­se­mit­tei­lun­gen und küm­mer­te mich um Abläu­fe orga­ni­sa­to­ri­scher Natur, die jeden Tag anfal­len und erle­digt wer­den müs­sen, damit die Abge­ord­ne­ten selbst sich auf die Poli­tik kon­zen­trie­ren kön­nen.

Nach mei­ner ers­ten Woche lern­te ich dann Mathi­as Stein ken­nen und konn­te ihn zu diver­sen Ver­an­stal­tun­gen beglei­ten. Ich war bei Par­la­men­ta­ri­schen Aben­den, Lob­by-Gesprä­chen, Aus­schuss­sit­zun­gen, Anhö­run­gen, Lan­des­grup­pen­tref­fen und wei­te­ren Ter­mi­nen mit dabei. In vie­ler­lei Hin­sicht war das span­nend. Zum einen wur­de sofort ver­ständ­lich, wes­halb hin­ter dem Abge­ord­ne­ten ein gan­zes Team steht und mit ihm gemein­sam arbei­tet und zum ande­ren war ich – obwohl ich über Vor­kennt­nis­se ver­füg­te – über­rascht von der Band­brei­te an The­men und Anfor­de­run­gen, denen sich Mathi­as Stein stel­len muss. Da ich mei­ne Arbeits­ta­ge bereits als sehr lang emp­fand, bleibt es für mich schwer fass­bar, dass Mathi­as Stein jeden Tag noch län­ger und deut­lich fokus­sier­ter als ich es war, unter­wegs ist, um die Inter­es­sen sei­ner Wähler*innen und dar­über hin­aus, die des Bun­des, zu ver­tre­ten.

Ich kann mich seit­her ent­schie­den distan­zie­ren von der Wahr­neh­mung, Poli­ti­ker wür­den „Däum­chen dre­hend“ im Bun­des­tag sit­zen. Mathi­as Stein begeg­net täg­lich einer Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen und bemüht sich u.a. zwi­schen kon­f­li­gie­ren­den Per­spek­ti­ven zu ver­mit­teln, Lösungs­an­sät­ze zu fin­den, den eige­nen Infor­ma­ti­ons- und Kennt­nis­stand zu erwei­tern und mit Bürger*innen im Kon­takt zu blei­ben, um die­se auf dem Lau­fen­den zu hal­ten. Das alles bei einem sehr vol­len Ter­min­ka­len­der, wenig Schlaf und viel guter Lau­ne. Für mich war es sehr schön, mit Mathi­as Stein und sei­nen Mitarbeiter*innen zu arbei­ten, da eine kol­lek­ti­ve, hilfs­be­rei­te und humor­vol­le Atmo­sphä­re die Zusam­men­ar­beit präg­te.

Jen­seits von mei­nem Ein­druck in die Arbeits­welt des Abge­ord­ne­ten Mathi­as Stein orga­ni­siert die SPD-Frak­ti­on für alle Prak­ti­kan­ten und Prak­ti­kan­tin­nen ein umfang­rei­ches Pro­gramm, des­sen Ver­an­stal­tun­gen ich fast immer wahr­nahm und dadurch zusätz­lich Infor­ma­tio­nen von wei­te­ren Abge­ord­ne­ten oder auch Bun­des­be­hör­den erhielt.

Mei­ne vier Prak­ti­kums­wo­chen bei Mathi­as Stein stell­ten sich als eine erkennt­nis­rei­che Zeit her­aus und ich bin dank­bar, bei so einem herz­li­chen und kom­pe­ten­ten Team unter­ge­kom­men zu sein.

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