Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

4. Oktober 2018

Unterwegs im Wahlkreis
Gute Integration durch Arbeit

Für eine gute Inte­gra­ti­on durch Arbeit bedarf es eines geschul­ten Bli­ckes über die Mög­lich­kei­ten. Durch mei­nen Besuch bei der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Kiel, konn­te ich mich mit der Will­kom­mens­lot­sin Corin­na Fischer tief­ge­hend über die­ses The­ma aus­tau­schen und neue Ein­bli­cke gewin­nen.

Mit dem erfolg­rei­chen Pro­gramm der Will­kom­mens­lot­sen, hat das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um einen Weg gefun­den, um die Kam­mern bei der Inte­gra­ti­on von Geflüch­te­ten in den Arbeits­markt wei­ter zu unter­stüt­zen. Ins­ge­samt konn­ten seit Pro­gramm­start im Früh­jahr 2016 über alle Wirt­schafts­be­rei­che hin­weg rund 16.500 Flücht­lin­ge in Prak­ti­ka, in Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­run­gen, in Arbeit oder Aus­bil­dung ver­mit­telt wer­den. Dabei wur­den im ers­ten Halb­jahr 2018 ins­ge­samt rund 1.300 (Vor­jah­res­zeit­raum: 880) Aus­bil­dungs­plät­ze besetzt. Auf das Hand­werk ent­fie­len davon rund 800 Aus­bil­dungs­plät­ze. Dar­über hin­aus hat das Hand­werk im ers­ten Halb­jahr knapp 1.000 Flücht­lin­ge in Prak­ti­ka ver­mit­telt, knapp 400 in Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­run­gen und wei­te­re rund 170 in Hos­pi­ta­tio­nen.

Sowohl auf Arbeit­ge­ber- als auch von Geflüch­te­ten­sei­te stel­len die Will­kom­mens­lot­sen, beson­ders bei büro­kra­ti­schen Hür­den, eine gro­ße Hil­fe dar. Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al besteht den­noch: So könn­ten die Ver­mitt­lung noch schnel­ler klap­pen, wenn mehr Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men für gut aus­ge­bil­de­te Geflüch­te­te bereit­ge­stellt wer­den oder betrieb­li­chen Umschu­lun­gen mehr mög­lich sind. Und viel­leicht müs­sen wir auch mal neue krea­ti­ve Lösun­gen, unab­hän­gig von der klas­si­schen Struk­tur, ent­wi­ckeln.