Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

30. November 2018

Allgemein/Pressemitteilungen/Termine im Bundestag und in Berlin
CDU-Gesundheitsminister Spahn muss beim Thema Fachkräftemangel in der Pflege liefern!

30.11.2018
Die Situa­ti­on in der Pfle­ge ist besorg­nis­er­re­gend: Zu weni­ge Fach­kräf­te, die über­las­tet sind und höhe­re Löh­ne ver­dient hät­ten. Das gefähr­det die Qua­li­tät und belas­tet die Pfle­ge­kräf­te zusätz­lich. Vie­le von ihnen haben der Pfle­ge bereits den Rücken gekehrt. Auch für die schles­wig-hol­stei­ni­sche Lan­des­haupt­stadt Kiel ist die Pfle­ge ein wich­ti­ges The­ma:

Ob Pfle­ge­fach­kraft, zu pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge oder wir selbst als Pfle­ge­be­dürf­ti­ge: Das The­ma Pfle­ge gehen uns alle an. Wir brau­chen mehr Pfle­ge­kräf­te, die zu bes­se­ren Löh­nen und mit einem gerin­ge­ren Betreu­ungs­schlüs­sel arbei­ten kön­nen. Wir haben des­halb als schwarz-rote Koali­ti­on am 9. Novem­ber im Bun­des­tag mit dem Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz als Sofort­maß­nah­me 13.000 neue Stel­len beschlos­sen.

In Deutsch­land sind immer mehr Men­schen pfle­ge­be­dürf­tig. Allein bis 2035 brau­chen wir min­des­tens 175.000 neue Pfle­ge­kräf­te in Deutsch­land. Die Sofort­maß­nah­me ist also nur ein ers­ter Schritt im Ein­satz gegen den Fach­kräf­te­man­gel. Die SPD will die Arbeit in der Pfle­ge und auch die Aus­bil­dung seit lan­gem attrak­ti­ver machen, ist dabei aber auf die CDU/CSU als grö­ße­ren Koali­ti­ons­part­ner ange­wie­sen. Natür­lich rei­chen die 13.000 Stel­len aus dem Sofort­pro­gramm allein nicht aus.

Des­we­gen haben unse­re Fami­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey und unser Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil mit Gesund­heits­mi­nis­ter Spahn im Juli die Kon­zer­tier­te Akti­on Pfle­ge gestar­tet. Dass ab 2020 das Schul­geld für die Pfle­ge­aus­bil­dung nicht nur ent­fällt son­dern durch eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung ersetzt wird, ist ein Erfolg, für den wir als SPD lan­ge und hart kämp­fen muss­ten. Wir wol­len mit die­ser Initia­ti­ve in den nächs­ten Jah­ren auch mög­lichst vie­le Fach­kräf­te in die Pfle­ge zurück­ho­len, indem wir den Arbeits­all­tag und die Arbeits­be­din­gun­gen spür­bar ver­bes­sern.

Am Mon­tag wur­de dazu eine Stu­die vor­ge­stellt: Fast die Hälf­te der rund 400.000 ehe­ma­li­gen Pfle­ge­kräf­te wäre unter den rich­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen bereit, zurück­zu­keh­ren. Die Auf­ga­ben­stel­lung ist also klar, die SPD ist bereit. Jetzt muss auch CDU-Minis­ter Spahn mit kon­kre­ten Vor­schlä­gen unter Beweis stel­len, wie wich­tig CDU und CSU die­ses The­ma ist.

Zur Situa­ti­on in der Pfle­ge habe ich mich am Don­ners­tag auch mit eini­gen Mit­glie­dern der Grup­pe „12:44 – Aktiv im Städ­ti­schen“ aus Kiel (Hel­mut Oever­dieck, Manue­la Ras­mus­sen und Bör­ge Stan­ge) aus­ge­tauscht. Die Pfle­ge­kräf­te schil­der­ten ein­dring­lich die pre­kä­re Situa­ti­on in der Pfle­ge und mahn­ten an, dass die Men­schen­wür­de der Pati­en­ten und Bewoh­ner mehr Beach­tung erfah­ren muss:
„Die Ver­bes­se­run­gen des Arbeits­all­ta­ges und der Arbeits­be­din­gun­gen sowie der Pfle­ge­aus­bil­dung sind ein guter Ansatz. Aber ohne eine tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung des Gesund­heits­sys­tems, die in dem offe­nen Brief der Grup­pe vom 08.11.2018 an den CDU-Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn gefor­dert wer­den, kann sich an der kata­stro­pha­len Situa­ti­on in den Kran­ken­häu­sern, den Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und bei den ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­ten nichts ver­bes­sern. Für die Grup­pe „12:44“ spielt dabei eine bedarfs­ge­rech­te, gesetz­li­che Per­so­nal­be­mes­sung eine zen­tra­le Rol­le!“

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