Mathias Stein

Für Kiel, Altenholz und Kronshagen im Deutschen Bundestag

14. Juni 2018

Termine im Bundestag und in Berlin
Besuch beim Berufsbildungszentrum und der Schleuse Klein Machnow

Am 11. Juni habe ich als für die Was­ser­stra­ßen- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung (WSV) zustän­di­ger Bericht­erstat­ter der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on zusam­men mit der Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Man­ja Schü­le (SPD) das Berufs­bil­dungs­zen­trum Klein­mach­now besucht.

Im BBiZ Klein Mach­now wer­den Was­ser­bau­er für die WSV aus­ge­bil­det, ein hand­werk­li­cher Beruf, der in der WSV drin­gend gebraucht wird. 183 jun­ge Men­schen, ver­teilt auf drei Jahr­gän­ge, absol­vie­ren der­zeit ihre Aus­bil­dung zum Was­ser­bau­er im BBiZ, wo auch Köche und Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te aus­ge­bil­det wer­den. Ange­sichts des all­ge­gen­wär­ti­gen Fach­kräf­te­man­gels freut es mich, dass so vie­le jun­ge Men­schen die Aus­bil­dung zum Was­ser­bau­er gewählt haben. Wir müs­sen uns nun aber anstren­gen, dass sie nach ihrem Abschluss auch bei der WSV blei­ben wol­len und kön­nen. Bis­her erhiel­ten sie näm­lich nur eine Zusa­ge auf zwei­jäh­ri­ge Über­nah­me, ledig­lich die Jahr­gangs­bes­ten erhiel­ten dann Ange­bo­te zur unbe­fris­te­ten Über­nah­me. Der neue Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er möch­te das ändern und hat die Gene­ral­di­rek­ti­on Was­ser­stra­ßen und Schiff­fahrt auf­ge­for­dert, in Zukunft jedem und jeder Aus­zu­bil­den­den ein Über­nah­me­an­ge­bot zu machen. Das wäre ein Ende der Befris­tungs­po­litk und einen Lösungs­weg für die Nach­wuchs­sor­gen in der WSV. Eine sol­che Initia­ti­ve hät­ten aus mei­ner Sicht schon sei­ne Vor­gän­ger Peter Ram­sau­er und Alex­an­der Dob­rindt star­ten müs­sen. Trotz­dem fin­de ich den Vor­stoß von Minis­ter Scheu­er wirk­lich gut. Denn bis­her ver­las­sen vie­le der Berufs­ein­stei­ger die Ver­wal­tung nach der Aus­bil­dung oder in der zwei­jäh­ri­gen Über­nah­me­zeit, weil sie woan­ders ein unbe­fris­te­tes Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis ange­bo­ten bekom­men oder auch, weil ihnen in der WSV kei­ne Per­spek­ti­ve nach der Aus­bil­dung ange­bo­ten wur­de. Jetzt ist die Gene­ral­di­rek­ti­on Was­ser­stra­ßen und Schiff­fahrt gefor­dert, die Vor­ga­ben des eige­nen Minis­ters auch wirk­lich und vor allem zeit­nah umzu­set­zen.

Ich bin selbst aus­ge­bil­de­ter Was­ser­bau­er und habe die­se Aus­bil­dung in den 1990er Jah­ren teil­wei­se auch in Klein Mach­now absol­viert. Des­we­gen war es für mich auch eine ganz beson­de­re per­sön­li­che Freu­de, mich gut 25 Jah­re spä­ter mit mei­nem dama­li­gen Aus­bil­der aus­zu­tau­schen, der auch heu­te noch jun­ge Men­schen in den Beruf des Was­ser­bau­ers ein­führt. Beim Rund­gang durch das BBiZ haben wir neben Werk­zeug­hal­len und Spei­se­saal auch die Wohn­räu­me der Aus­zu­bil­den­den besich­tigt. Dass Aus­bil­dung und Woh­nen unter einem Dach ermög­licht wird, ist bun­des­weit sel­ten und erleich­tert den Aus­zu­bil­den­den natür­lich vie­les.

Nach dem BBiZ stand die Besich­ti­gung der Schleu­se Klein Mach­now auf dem Plan. Exem­pla­risch wur­den hier die gro­ßen Pro­ble­me auf den Bun­des­was­ser­stra­ßen Bran­den­burgs deut­lich: Schleu­sen­schlie­ßun­gen auf­grund von Per­so­nal­man­gel, schlech­te bau­li­che Zustän­de vie­ler Schleu­sen, Umde­kla­rie­rung von Schiffs- zu Boots­schleu­sen in Ver­bin­dung mit gerin­ge­rer Bezah­lung der Mit­ar­bei­ter bei gleich­blei­ben­der Tätig­keit. Über die­se Pro­ble­me habe ich bereits in den ver­gan­ge­nen Mona­ten mit Beschäf­tig­ten der WSV aber auch mit Ver­tre­tern der Was­ser­tou­ris­mus­wirt­schaft dis­ku­tiert. Für mich ist klar, dass die Gene­ral­di­rek­ti­on Was­ser­stra­ßen und Schiff­fahrt schnel­le Pro­blem­lö­sun­gen erar­bei­ten muss. Dafür wer­de ich mich in Ber­lin ein­set­zen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.